Zum 125. Geburtstag von Walter Deeg

Erinnerung an einen Gießener Kommunisten und Friedenskämpfer
Am 6. September 1911 wurde Walter Deeg geboren. In diesem Jahr wäre er 125 Jahre alt geworden. Für uns ist dieser Tag Anlass, an einen Menschen zu erinnern, der sein Leben dem Kampf für Frieden, gegen Faschismus und Militarismus sowie für eine sozialistische Gesellschaft gewidmet hat.
Walter Deeg und seine Frau Ria gehörten in Gießen zu denjenigen, die sich beharrlich gegen Wiederbewaffnung und Aufrüstung stellten. Nach dem Verbot der KPD ließen sie sich nicht einschüchtern. Sie stellten Flugblätter gegen die Remilitarisierung her und verteilten Aufrufe gegen Krieg und atomare Aufrüstung. Für diesen Einsatz wurden beide erneut verfolgt und verhaftet; Walter Deeg wurde zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Auch danach blieb Walter Deeg seiner Überzeugung treu. Gemeinsam mit Ria unterstützte er die Ostermärsche und kämpfte seit der Gründung der DKP 1968 weiter gegen Ausbeutung und Krieg – für Frieden und Sozialismus. Wir erinnern uns deshalb nicht nur an einen Geburtstag.
Wir erinnern uns an einen Menschen, der gezeigt hat, dass Haltung und Beharrlichkeit etwas bewirken können. Sein Leben mahnt uns, auch heute nicht wegzusehen, wenn aufgerüstet wird, wenn soziale Errungenschaften angegriffen werden, und wenn die Interessen des Kapitals über die Interessen der arbeitenden Menschen gestellt werden.
In diesem Sinne gedenken wir Walter Deeg an seinem 125. Geburtstag. Wir werden den Kampf für Frieden, soziale Gerechtigkeit und eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung in seinem Sinne weiterführen. Sein Andenken bleibt lebendig – in unserem gemeinsamen Kampf.
Einen ausführlichen Lebenslauf gibt es auf unserer Seite “Wider das Vergessen”: Hier!![]()
Außerdem schrieb Walter längere historische Beiträge für die ersten Ausgaben des “Gießener Echo!![]()
