Veranstaltung zur Blockade Leningrads mit Gerd Meyer 1941-44 „Niemand ist vergessen – Nichts ist vergessen“ – Kerkrade-Zimmer; siehe Gießener Echo/01-2026, Seite 6

Datum
29.01.2026
19:00 - 21:30

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Am 27. Januar 1944 wurde der Blockadering um Leningrad von der Roten Armee durchbrochen. Die Blockade der zweitgrößten Stadt der Sowjetunion durch die faschistische deutsche Wehrmacht und ihre Verbündeten dauerte 872 Tage. Geschätzt verloren etwa 1,1 Millionen zivile Bewohner der Stadt auf Grund der Blockade ihr Leben, etwa 90 % dieser Opfer verhungerten. Die Einschließung der Stadt durch die deutschen, spanischen und finnischen Truppen mit dem Ziel, die Leningrader Bevölkerung systematisch verhungern zu lassen, gilt als eines der grausamsten Kriegsverbrechen Nazideutschlands während des Eroberungs- und Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion, dem insgesamt 27 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Hierüber und über die Lehren für die Gegenwart und das Deutsch-Russische Verhältnis möchten wir mit Dr. Gert Meyer diskutieren.

Der Referent
Gert Meyer studierte an den Universitäten Frankfurt am Main  und Marburg Politikwissenschaft, Geschichte und Geographie. Er wurde 1971 an der Universität Marburg promoviert.  Er arbeitet vor allem zur Geschichte und zum politischen System der Sowjetunion und Russlands im 20. Jahrhundert. Meyer wurde Dozent im Institut für wissenschaftliche Politik und war Lehrbeauftragter an der Universität Marburg.