Gedenken an das US-Atombomben-Inferno von Hiroshima und Nagasaki 1945

Hiroshima mahnt – Nie wieder Krieg

Unsere Dokumentation zur Geschichte der Gießener Städtepartnerschaft mit Hiroshima und Nagasaki kann hier herunter geladen werden (.pdf)!

Am 6. August 2026 werden in Gießen – wie jedes Jahr – das Gießener Friedensnetzwerk und zahlreiche Gießener/-innen an die völkerrechtswidrigen US-Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki erinnern. Wie jedes Jahr auf dem “Hiroshima-Platz”, den es offiziell gar nicht gibt! Die Gießener Politik hat eine lange Tradition des Ignorierens von Friedensinitiativen.

Als die Grünen noch eine Partei des Friedens war, stellte sie am 17.10.1985 im Gießener Stadtparlament den Antrag, der internationalen Städtepartnerschaft beizutreten.

Die Universitätsstat Gießen unterstützt das von den Städten Hiroshima und Nagasaki initiierte „Programm zur Förderung der Solidarität der Städte mit dem Ziel der vollständigen Abschaffung von Atomwaffen.“

Der Antrag wurde überraschend einstimmig angenommen – und verschwand stillschweigend im Archiv.
Er wäre folgenlos geblieben, hätte die DKP, die nicht im Parlament vertreten war, nicht zwei Jahre später den anderen Parteien und dem Magistrat einen ähnlichen Vorschlag gemacht hätte. Außerdem machte die DKP (für ideenlose Parlamentarier?) zahlreiche Vorschläge zur Verwirklichung dieses Beschlusses.

Im November 1988 wurde vorgeschlagen, den namenlosen Platz vor dem damaligen Kaufhaus Horten in „Hiroshima-Platz“ zu benennen. In der starken Gießener Friedensbewegung, zu der auch Jusos und Grüne mitarbeiteten, wurde der Vorschlag begrüßt.

2011 wurde auf Antrag der Linken durch Michael Beltz (DKP) im Stadtparlament beschlossen, dass die Straßenbennenungskommission eine Straße oder einen Platz in Gedenken an „Hiroshima“ bennen soll. Passiert ist bis 2026 nichts!

Auch zu der Organisation „Bürgermeister für Frieden“, zu der auch der Gießener Oberbürgermeister gehört, hatte Gießen bisher nichts beizutragen. Der OB wußte nicht einmal, woher er eine Flagge bekommt. Flagge zeigen fällt dann schwer!
In diesem Jahr beteiligen sich rund 600 deutsche Städte am Flaggentag.
Die Organisation ‚Mayors for Peace‘ wurde 1982 vom damaligen Bürgermeister Hiroshimas gegründet. Heute gehören ihr 8.579 Städte in 166 Ländern an, darunter 931 Städte in Deutschland.