
Veranstaltung der DKP zum 200. Geburtstag am 29. März
Liebknecht war ein Antimilitarist und Revolutionär!
Über 25 Leute folgten der Einladung der DKP Gießen zur Veranstaltung “Wie aktuell ist Wilhelm Liebknecht?”. Georg Fülberth schilderte dort in seinem Referat humorvoll an Hand zentraler Fragen (Demokratie, Bildung, soziale Frage, Krieg und Frieden), wie aktuell Wilhelm Liebknecht auch heute noch ist. In seiner letzten Schrift „Weltpolitik, Chinawirren, Transvaalkrieg“ erkannte Liebknecht, dass die damalige aktuelle Lage des Imperialismus zum Krieg drängte. Gemeinsam mit August Bebel gründete er die damals noch revolutionäre “Socialdemokratische Partei”. Sie war schärfster Gegner Bismarckscher Kriegspolitik, der sie mit den “Socialistengesetzen” kleinkriegen wollte. 1891 veröffentlichte Liebknecht die Broschüre “Die Emser Depesche oder Wie Kriege gemacht werden”. Die Fälschung einer Depesche wurde zum Anlass genommen, den Deutsch-Französischen Krieg vom Zaun zu brechen. ”[…] Wer nicht mit den patriotischen Wölfen heulte,[…], war ein Vaterlandsverräther,- und wer nicht nachbetete, daß die “verkommenen” Franzosen uns den Krieg aufgezwungen hätten, war in Gefahr eingesperrt, wo nicht gar vor ein Kriegsgericht gestellt zu werden […]” (Zitate aus der Broschüre, die man hier aus dem Internet abrufen kann:
www.archive.org/details/dieemserdepesch01liebgoog)
Liebknecht ist damit hoch aktuell!
In der nachfolgenden Diskussion ergab sich die Frage “Was ist Demokratie?” Fülberth beantwortete sie wie folgt: “Wir haben heute eine Situation, in der CDU und AfD fast 50% der Wahlstimmen auf sich vereinen. Wirtschaftspolitisch sind sich beide Parteien einig. Die Brandmauer ist auf der ideologischen Ebene schon längst eingerissen. Was uns bevorstehen könnte, ist eine Plutokratie mit einer Massenbasis.”
