Video der Rede von Ulrike Eifler: Hier!
Rede von Ulrike Eifler – Gewerkschaftssekretärin
Mit Veranstaltungen und Kriegsgerät missbraucht die Bundeswehr den Hessentag als Werbeschau.
Die Bundeswehr wirbt weiterhin offensiv, um junge Menschen für den Kriegsdienst zu gewinnen. Sie präsentiert sich als toller Arbeitgeber, der Erfüllung im Arbeitsleben und positive Zukunftsperspektiven bietet. Sie tut so, als wäre sie ein „normaler Arbeitgeber“. Aber das Ziel ist, für ihre gewaltsame Konflikt“lösung“ zu begeistern. Kriegsgerät wird als Abenteuerspielplatz arrangiert. Selbst Kleinkinder klettern auf Panzern herum und Jugendliche dürfen mal im Kampfhubschrauber sitzen. Neugier und Technikbegeisterung von Kindern und Jugendlichen werden missbraucht, um Berührungsängste vor militärischer Gewalt abzubauen. Auf den letzten Hessentagen wurden ganze Schulkassen von der Bundeswehr zum Festgelände gefahren!
Wir wenden uns gegen Militärwerbung auf Volksfesten und bei Minderjährigen. Von der hessischen Landesregierung fordern wir, sich für eine Kultur der gewaltfreien Konfliktlösung stark zu machen. Das Militär kann Konflikte nicht lösen. Diplomatie ist notwendig und möglich. Wir erwarten von der hessischen Landesregierung, dass sie sich an das hält, was in der Verfassung des Landes Hessen steht:
Artikel 69: (1) Hessen bekennt sich zu Frieden, Freiheit und Völkerverständigung. Der Krieg ist geächtet. (2) Jede Handlung, die mit der Absicht vorgenommen wird, einen Krieg vorzubereiten, ist verfassungswidrig.
Für einen Hessentag ohne Militär!
