Horoshima-Gedenktag in Gießen – Atomwaffen abschaffen!

Hiroshima-Gedenken in Gießen am 6.8.2026 - US-AtombombenabwürfeErklärung des “Friedensnetzwerk Gießen”

Am 6. und 9. August 1945 warf die US-Armee jeweils eine Atombombe auf die
japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Über 200.000 Menschen wurden
getötet – viele verbrannten sofort, andere starben in den folgenden Wochen und
Monaten an den grausamen Folgen der radioaktiven Strahlung. Die
Überlebenden, die Hibakusha, leiden bis heute an den körperlichen und
seelischen Folgen. Ihre Berichte sind erschütternd – und zugleich ein
unermesslich wertvolles Zeugnis gegen das Vergessen.

Auch 81 Jahre danach mahnen uns die Opfer, für eine Welt ohne Atomwaffen
einzutreten. Denn noch immer gibt es weltweit 12.000 Atomwaffen von denen
etwa 1.800 in ständiger Alarmbereitschaft gehalten werden und der Menschheit
innerhalb weniger Minuten ein Ende bereiten können.

Auch wenn das Ende des Atomwaffen-Zeitalters noch in weiter Ferne liegt, lässt
uns das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages (AVV) im Jahr 2021
Hoffnung auf eine atomwaffenfreie Welt schöpfen. Die Botschaft, die der AVV in
die Welt sendet, ist eindeutig: Die humanitären Folgen eines Einsatzes von
Atomwaffen sind inakzeptabel. Deshalb müssen wir die Atomwaffen abschaffen
– bevor die Atomwaffen uns abschaffen.

Gemeinsam wollen wir am 81. Jahrestag des Atombombenabwurfes auf
Hiroshima der Opfer gedenken, den Stimmen der Hibakusha Gehör verschaffen
und ein deutliches Zeichen gegen Atomwaffen setzen.
Atomwaffen sichern keinen Frieden – sie gefährden ihn.
Deshalb fordern wir:
• ein klares Bekenntnis Deutschlands zu einer atomwaffenfreien Welt
• den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und das Ende der nuklearen Teilhabe
• den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag
• neue Abrüstungsinitiativen und diplomatische Anstrengungen zur
Risikominimierung weltweit

 

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