GSF unterstützt Abwahl von Gerda Weigel-Greilich – neue Politik muss her

GSF unterstützt die Abwahl von Gerda Weigel-Greilich (Grüne)

Die GSF unterstützt den Antrag auf vorzeitige Abwahl von Gerda Weigel-Greilich. Dabei geht es uns nicht um eine persönliche Abrechnung, sondern um die politische Bilanz ihrer langjährigen Amtszeit.

Weigel-Greilich steht für eine Stadtentwicklung, die wir grundlegend ablehnen. Besonders deutlich wurde dies bei der Landesgartenschau 2014 und den damit verbundenen Eingriffen in die Wieseckaue. Der in Gießen entstandene Begriff „Kettensägen-Gerda“ steht für viele Bürgerinnen und Bürger sinnbildlich für diese Politik: Ökologische Versprechen stehen erheblichen Eingriffen in gewachsene Grün- und Baumbestände gegenüber. Auch der Streit um den Dammweg am Schwanenteich zeigt diesen Widerspruch. Statt den gewachsenen Weg und seinen Baumbestand möglichst schonend zu erhalten, wurde unter ihrer politischen Verantwortung zunächst ein vollständiger Neubau des Damms verfolgt, bei dem der vorhandene Baumbestand weitgehend verloren gegangen wäre. Bürgerinnen und Bürger haben sich dagegen mit eigenen Vorschlägen gewehrt.Für uns ist das keine Nebensache.

Öffentliche Grünflächen, Bäume und Wege sind Teil der Lebensqualität der Bevölkerung und kein beliebiges Material für städtebauliche Aufwertungsprojekte. Deshalb sagen wir Ja zur Abwahl. Nicht aus persönlicher Abneigung und nicht für einen bloßen Austausch von Personen, sondern weil wir einen politischen Richtungswechsel wollen. Gießen braucht eine Stadtpolitik, die sich stärker an den sozialen und ökologischen Interessen der Bevölkerung orientiert: am Erhalt öffentlicher Grünflächen, an guter Daseinsvorsorge, den Interessen der Beschäftigten und an einer demokratischen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Die Abwahl ist für uns ein notwendiger Schritt – aber sie darf nicht das Ende der Auseinandersetzung sein. Entscheidend ist, welche Politik danach kommt.