Internationaler Frauentag 2026 in Gießen

Internationaler Frauentag in Gießen 2026Der Internationale Frauentag ist ein Tag des Kampfes und der internationalen Solidarität. Dieser Tag entstand nicht aus Symbolpolitik, er wurde von Arbeiterinnenbewegungen erkämpft – von Frauen, die sich gegen Ausbeutung, Armut und politische Entrechtung erhoben haben. Wir leben in einer Zeit multipler Krisen. Kriege, soziale Unsicherheit, steigende Lebenshaltungskosten, Wohnungsnot und zunehmende Militarisierung prägen unsere Realität. Milliarden werden in Rüstung investiert, während gleichzeitig in Krankenhäusern Personal fehlt, Kitas überlastet sind und soziale Infrastruktur unter Druck gerät. Das erklärte Martina Lennartz (DKP) bei der Auftaktkundgebung zum internationalen Frauenkampftag. Dort sprach sie für das neue Wahlbündnis Gießen – sozial und Friedenstüchtig (GSF). (Ihre Rede kann hier als .pdf-Datei abgerufen werden!)

Martina Lennartz bei der Kundgebung und Demonstration zum Internationalen Frauentag in Gießen, 2026Zweihundert kämpferische Menschen hatten sich dazu am Rathausplatz in Gießen eingefunden.
Der darauffolgende Demozug war bunt mit vielen Bannern, Schildern, Fahnen und mit einem separaten roten Block. Vor allem war er aber laut und kämpferisch!
„8. MÄRZ HEIßT WIDERSTAND – FRAUEN KÄMPFEN HAND IN HAND“, „FEUER UND FLAMME DEM PATRIARCHAT, DER GRÖßTE ZUHÄLTER IST DER STAAT“ und „FRAUEN KÄMPFEN INTERNATIONAL, GEGEN SEXISMUS, KRIEG UND KAPITAL.“
Eine Rednerin von der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Gießen (ARAG) betonte, dass der Feminismus heute in aller Munde sei. Ob in Werbespots großer Konzerne, in Imagekampagnen internationaler Unternehmen, auf T-Shirts verschiedener Modeketten oder in Hochglanzkampagnen zum Weltfrauentag – überall „Feminismus“. Das könnte ein idyllischer Zustand sein, wenn dieser Feminismus dabei nicht erstens zur inhaltlosen Ramschware verkäme und er zweitens gegen die Interessen der Frauen- und Arbeiterbewegung instrumentalisiert würde. Deswegen gingen wir auf die Straße. Ein Feminismus, der missbraucht wird, um die Barbarei des Militarismus zu legitimeren, das sei wirklich die schlimmste Schweinerei.
Einig waren sich alle Rednerinnen, auch der KP, der Palästina Solidarität Gießen, eine Genossin des kurdischen Frauenrats und des internationalen Jungenverbands (IJV), dass wir mit Entschiedenheit für eine klassenlose Gesellschaft kämpfen müssen, in der das Patriarchat begraben wird und alle Menschen ein freies Leben in Frieden führen können.
Musikalisch unterstützt wurde der Zug vom Chor der Solidarität. Gießen (ein
politisch engagierter Chor, der sich insbesondere für internationale Solidarität, Frieden und soziale Gerechtigkeit einsetzt). Dieser sang unter anderem „Brot und Rosen“ und am Ende mit allen gemeinsam weithin hörbar die Internationale. Worauf also warten? Organisieren wir uns jetzt – gegen Patriarchat, Krieg und Kapital.